Gustav Adolf Pourroy

Sonntag, 20. Juli 2000

Herrn

Kai Diekmann

Chefredaktion

Welt am Sonntag

Hamburg

 

WamS vom 30.7.2000 / Seite 2 / Lothar de Maiziere

 Sehr geehrter Herr Dieckmann,

 Was es doch in Deutschland für Zufälle gibt: Immer, wenn ein von Gauck nicht geschätzter Bundesbürger in die Öffentlichkeit tritt, werden beim BStU belastende Unterlagen entdeckt. Schliesslich setzt man dann zum intriganten Strategem an, dem Achillesschuss auf die vermeintliche Blösse eines Menschen. So bei Stefan Heym, so nun bei de Maiziere.

 Wir wundern uns, dass die Integration der neuen Bundesländer  so langsam fortschreitet. Das liegt zum Beispiel daran, dass wir in echt deutschen Perfektionismus die angeblichen Verfehlungen der Menschen in der DDR sichtbar halten wollen und aus 200 km Akten noch 20 km mehr erzeugen, aus denen wir zitieren können, wann immer es uns gerade in die politische Taktik passt.

 Die sozialpsychologische und politische Dummheit von eifernden Saubermännern der Politik in diesem Verfahren der BStU-Gesetze ist evident: Wem auch immer es einfallen würde, die Fehler der Partner sei es in der Ehe, der Familie, der Gruppe und im Unternehmen fein säuberlich zu registrieren und in Schubladen als Herrschaftswissen vorzuhalten, dem wird bald sein Herrschaftswissen um die Ohren fliegen. Allein, wir glauben, dass das in Volk und Staat fein säuberlich registriert gehört. Natürlich muss rehabilitiert werden, aber gleichzeitig immer wieder den Pranger herauszustellen, das ist monströse Dummheit und ein flagranter Verstoss gegen unser Grundgesetz der Ethik, der Bergpredigt.

 Fällt Ihnen, sehr geehrter Herr Diekmann, nicht auf, dass Maizieres vermeintliche Schuld über zehn Jahre zurück liegt, aber im gleichen Blatt lassen Sie schreiben, dass Herr Drach nach 7-8 Jahren wieder frei kommen könne: Wenn der Wahnsinn regiert, ist das Absurde nicht weit.

 

Mit freundlichen Empfehlungen                              Anlage: meine Petition an den Bundestag

gez. Gustav Adolf Pourroy

Im Minenfeld von Intrigen

In the Minefield of Intrigue

intrigue.jpg (14143 Byte)

Intrigen sind ein soziales und alltägliches Übel - wie man sich dagegen wappnet.

How to get along with Schemers, Plotters, Intriguers.

English Version in short: The Principle of Intrigue

Intrigen setzen immer einen Konflikt voraus. Mobbing ist etwas Elementares, es ist Hänseln aus Bosheit.

Klassisches Symbol für Intrige: intrigue.jpg

intrigue   minefield-intrigue    konfliktudemokratie  

Manche schlafen ruhig. bigsleep.gif

Der Philosoph Michel Montaigne gibt folgenden Rat:

montneu.gif (4328 Byte)

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von Gustav Adolf Pourroy

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