Gustav Adolf Pourroy

Sonntag, 26. Mai 2002

 

 

Süddeutsche Zeitung

Redaktion

München

  

SZ 24.5.02 / Seite 14 / Eine Frage der Haltung

Der Begriff Antisemitismus ist Unsinn in sich.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 dieser Artikel enthüllt grundsätzliche Missverständnisse und Fehler zwischen den widerstreitenden Gruppen.

 Der Begriff Antisemitismus wird als Diffamierungsvokabel in der Judenfeindlichkeit eingesetzt. Allerdings leitet  der Begriff Antisemitismus fehl und weist auf eine babylonische Sprach- und Begriffsverwirrung. Das zu klären ist wichtig, weil es zu den Wurzeln des Konfliktes führen kann.

 Semitisch ist eine Sprachgruppe, die von dem Urvater Noah abgeleitet ist. Araber und Juden sprechen eine semitische Sprache. Schon deswegen ist der Begriff Antisemitismus ein Unsinn in sich, besonders wenn Moshe Zimmermann, der es doch eigentlich besser wissen sollte, Araber als Antisemiten bezeichnet.

 Im Gegensatz zu semitisch kann man als orientalische Sprachgruppe zum Beispiel hamitisch sehen, das sind z.B. die Tuaregs, die Berber und Völker auf den Kanaren.

 Wenn also Adolf Hitler 1942 dem Großmufti von Jerusalem begrüßte,  hat er einem Semiten die Hand geschüttelt.

 Genauso unsinnig ist das Wort Hitlers von der jüdischen Rasse, von der in seiner Rede vom 30.1.1939 sprach. Die Juden sind keine Rasse, sondern ein Volk, mit der bemerkenswerten Eigenschaft auch in der Diaspora großen Zusammenhalt pflegen zu können. Die ursprünglichen Juden und die Araber gehören der orientalischen Rasse an. Die Anwendung des Wortes Rasse sollte Befleckungs-Ängste und Aversionen wecken. Das  enthüllt die Absicht zur Ausgrenzung.

  Noch ein Wort zu den Religionen: Sowohl der Islam, als auch das Christentum und der mosaische Glaube finden ihren Ursprung im Urvater Abraham, den die Moslems Ibrahim nennen.

 Soviel nur zu einigen wichtigen geschichtlichen und ethnischen Tatsachen.

 Israels Aufbau wurde in der ganzen Welt – mit Ausnahme von den Arabern - bewundert. Es ist natürlich, dass verdrängte Araber ohne einen gerechten Interessenausgleich Gegner von Israel bleiben.

 Wenn Israel endlich erkennt, dass sein starkes Gesellschaftssystem nicht das der Palästinenser einfach unterdrücken darf, erst dann wird Frieden in der Region einziehen. In Israel gibt es mit den Bewegungen von Gosh Shalom und durch  Uri Avnery genügend Stimmen, die besonnener als Moshe Zimmermann den Weg zum Frieden zeigen.

 Mit freundlichen Grüßen

 gez. Gustav Adolf Pourroy 

 

 

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